| Im Test - Scythe Kama Bay Amp |
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Bisher stand der Name Scythe ausschließlich für hochwertige Kühllösungen für den heimischen PC-Bereich. Mit dem neuen Scythe Kama Bay Amp (SDA-1000) will der japanische Hersteller nun eine Brücke zwischen PC-Anwender und Audio-Fan schließen. Der kleine Miniverstärker lässt sich sowohl als externen, als auch internen Audio-Verstärker für den PC nutzen. Ob der kleine "Klangkasten" mit einer ausgewachsenen Anlage aus dem Hause Yamaha mithalten konnte, erfahrt Ihr in unserem aktuellen Testbericht.  Â
  Technische Daten im Überblick
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 Verpackung
  Lieferumfang
 Die Bedienungsanleitung fiel in unseren Augen ein wenig mager aus. Statt eines kleinen Büchleins, liefert Hersteller Scythe leider nur ein großes Faltblatt mit. Dieses ist in mehreren Sprachen gehalten und recht übersichtlich gestaltet.   Der Verstärker
Wollen wir uns nun dem eigentlichen Testkandidaten zuwenden. Dem Kama Bay Amp (aka SDA-1000) aus dem Hause Scythe. Der Testkandidat wirkt überraschend übersichtlich und kompakt. Mit einem Außenmaß von nur 152 mm x 113 mm x 41 mm und einem Gewicht von nur 480 Gramm sollte der Kama Bay Amp selbst auf kleinen Regalen einen passenden Platz finden. Serienmäßig wird der Verstärker mit der schwarzen Alufront ausgeliefert. Bei Bedarf kann diese jedoch gegen die beiliegende (silberne) Alufront ausgetauscht werden (hierzu später mehr). Insgesamt wirkt die Front des Kama Bay Amp sehr aufgeräumt. Neben dem Power-Button, finden wir hier noch den Kopfhörer-Ausgang (3,5" Klinke), den Stummschalter, sowie den großen Lautstärke-Drehregler. Auf der Rückseite finden wir insgesamt zwei Lautsprecheranschlüsse, welche durch vergoldete Schraubklemmen realisiert wurden. Neben den beiden Lautsprecherklemmen finden wir noch zwei Chinch-Buchsen zum Anschluss der externen (Stereo-) Audioquelle. Auch diese wurden von Hersteller Scythe vergoldet und wirken qualitativ sehr hochwertig. Zuletzt finden wir hier noch die Buchse zum Anschluss des Netzteils, bzw. des Stromkabels. Nachdem wir das Scythe Kama Bay Amp "auf den Kopf gestellt hatten", konnten wir erkennen, dass Hersteller Scythe die Standfüße mittels dreier (gummierter) Schrauben realisiert hat. Hier wäre evtl. ein vierter Standfuß empfehlenswert gewesen, da dieser den Kama Bay Amp evtl. mehr Standfestigkeit bei der Bedienung verliehen hätte. Die Standfüße lassen sich für den internen Einbau in einem 5,25" Schacht problemlos herausschrauben.  Wem die schwarze Alu-Frontblende optisch nicht zusagt, kann diese gegen die mitgelieferte silberfarbene Alu-Front austauschen. Zum Austausch der Front müssen zunächst vier kleine Schrauben am Gehäuse des Kama Bay Amp entfernt werden. Als nächstes muss der Drehregler entfernt werden. Dieses wird durch einfaches Abziehen des Drehreglers durchgeführt. Danach kann die Frontblende problemlos entfernt werden. Nun können wir einen Blick auf das "Innenleben" des Kama Bay Amp werfen. Auch hier wirkt alles sehr aufgeräumt und klar strukturiert. Nun kann die alternative Front installiert werden. Leider bleiben Power-Button, Drehregler und Stummschalter unverändert in schwarzer Farbe.  Wie bereits erwähnt, lässt sich der Scythe Kama Bay Amp entweder als externer Verstärker oder als interner Verstärker in einem freien 5,25" Schacht verwenden. Je nach Betriebsstandort muß der Anwender zum mitgelieferten Netzteil oder der Molex-Stromversorgung greifen. In beiden Fällen zeigt der Kama Bay Amp den Betriebsstatus mittels einer weißen LED an. Ansonsten bleibt das Gehäuse eher unauffällig. Um den Kama Bay Amp in einem freien 5,25" Schacht einzusetzen, muss der Anwender zuerst beide Seitenteile des Verstärkers entfernen. Auch dieses wird, ähnlich wie beim Tausch der Front, durch lösen von insgesamt vier Schrauben bewerkstelligt. Leider sind die Seitenteile nur aus Kunststoff und nicht aus Alu gearbeitet worden. Dementsprechend sind die Seitenteile recht empfindlich und neigen schnell zu kleinen Kratzern auf der Oberfläche. Der Einbau selbst verlief ohne Probleme und recht passgenau. Als "Testboxen" kamen die recht leistungsstarken Passivboxen CD Movie aus dem Hause Canton zum Einsatz.  Der Praxistest Wollen wir nun zur Klangqualität des Kama Bay Amp kommen. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Scythe Kama Bay Amp um einen reinen Stereo-Verstärker. Surround-Sound Genießer bleiben hier leider auf der Strecke. Die Musikleistung liegt beim Kama Bay Amp bei 2x 10 Watt an 8 Ohm, die maximale Effizienz gibt Hersteller Scythe hierbei mit 88 Prozent an. Als japanischer Hersteller setzt Scythe natürlich auf bewährte Technik "Made in Japan". Aus diesem Grund werkelt im Inneren des Kama Bay Amp auch der digitale Verstärker-IC aus dem Hause Yamaha, der YDA138-E. Dieser weist mit einem Rauschabstand von 103 dB und einer harmonischen Verzerrung von 0,02 Prozent bei 1 KHz an 8 Ohm (Herstellerangaben) recht ordentliche Werte auf. Kommen wir nun zum eigentlichen Soundcheck des Kama Bay Amp. Als (etwas unfairen) Gegenspieler schicken wir einen ausgewachsenen 5.1 Verstärker der RX-V Serie aus dem Hause Yamaha ins Rennen. Wie bereits erwähnt, wollen wir beide Verstärker am Canton CD Movie Boxenset testen. Unser erster Test sollte im internen 5,25" Schacht unseres Test-Rechners stattfinden. Hier muss der Anwender zum mitgelieferten Molex-Adapter-Kabel greifen. Dieses kann dann an jedem freien Molex-Stecker angeschlossen werden. Als Audio Quelle diente in diesem Fall eine Audigy Live Soundkarte aus dem Hause Soundblaster. Das Klangergebnis konnte sich zwar hören lassen, dürfte audiophile Hörer allerdings nur mäßig zufriedenstellen, da im PC einfach zu viele Störgeräusche entstehen und diese den kleinen Kama Bay Amp gerade bei höherem Lautstärkepegel recht empfindlich stören. Beim zweiten Test wurde der CD-Player Sony CDP XE370 als Audio-Quelle eingesetzt. Hier musste sich der Scythe Kama Bay Amp gegen den großen 5.1 Yamaha Verstärker durchsetzen. Hier konnte das Klangergebnis schon eher überzeugen. Dank der im Kama Bay Amp verbauten Yamaha Technik konnte der kleine Verstärker Box aus Japan ein recht gutes Klangergebnis erzielen. Die Bässe wurden satt, die Höhen recht klar wiedergegeben. Selbstverständlich musste sich der kleine Kama Bay Amp gegenüber dem Yamaha RX-V Verstärker klar geschlagen geben, dieses dürfte aber aufgrund der Bauform auch kein Wunder sein. Einziges Manko dürfte jedoch klar der Lautstärkeregler sein. Dieser reagiert gerade im unteren Lautstärkebereich extrem empfindlich und neigt bereits in kleinster Stufe zu einer recht lauten Audioausgangsleistung. Ferner lässt sich der Lautstärkerdrehregler nicht komplett auf lautlos drehen. Aus diesem Grund verpasste Hersteller Scythe dem Kama Bay Amp auch den Mute-Button. Mit Hilfe dieses Knopfes lässt sich der Verstärker dann komplett auf lautlos stellen. Als letztes wollten wir den Scythe Kama Bay Amp mit Hilfe eines Kabelgebundenen Kopfhörers testen. Hierzu kann der handelsübliche 3,5" Klinkenstecker in die vorhandene Buchse am Gehäuse des Kama Bay Amp angeschlossen werden. Auch hier war das Ergebnis völlig zufriedenstellend. Für den Betrieb an einem Kopfhörer, bzw. Headset ist ein Verstärker normalerweise jedoch nicht nötig.
Trotz der sehr übersichtlichen Maße von nur 152 mm x 113 mm x 41 mm konnte der Kama Bay Amp aus dem Hause Scythe eine recht überzeugende Vorstellung liefern. Leider lässt der kleine Verstärker nur Stereo-Eingangssignale via Chinch zu. Ein optischer Eingang o.ä. wäre hier evtl. wünschenswert gewesen. Auch fehlen dem Verstärker sämtliche Einstellungsmöglichkeiten (z.B. für die Tiefen/Höhen). Dennoch wirkt der Kama Bay Amp qualitativ sehr hochwertig verarbeitet und gut durchdacht. Auch bei dem Betrieb im 5,25" PC-Schacht konnte der Kama Bay Amp eine recht gute Figur machen. Gerade durch die austauschbare Front, lässt sich das Design des Kama Bay Amp ganz individuell auf das optische Gesamtbild seines PC-Gehäuses anpassen. Insgesamt konnte der Scythe Kama Bay Amp für einen Straßenpreis von ca. 50 Euro ein recht ordentliches Gesamtergebnis erzielen. Wir verleihen dem Kama Bay Amp aus dem Hause Scythe unseren Silver-Award. Â
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 Wir bedanken uns herzlichst bei der Firma Scythe für die Bereitstellung des Testsamples.  Â
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