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Die CPUs, Grafikkarten, und Mainboards werden immer Leistungsstärker und müssen immer höhere Anforderungen erfüllen. So ist es logisch, das die Hardware auch immer mehr Strom verbraucht. Die Netzteile müssen heutzutage leistungsstärker sein, denn je. Heute nehmen wir einmal das "GP-PS550BP" der Firma "GLACIAL POWER" unter die Lupe. Wie sich das Netzteil geschlagen hat, erfahrt Ihr in unserem aktuellen Testbericht.

Lieferumfang:
● Kaltgerätekabel ● Netzteil ● Gebrauchsanweisung ● Schrauben für die Montage im Tower
Erster Eindruck:
Das Netzteil wurde in einer bunten Pappverpackung geliefert. Der Karton ist ziemlich robust, so das dass Netzteil gut gegen eventuelle Transportschäden geschützt ist. Im Inneren wird das Netzteil noch von einer Hartschaumverpackung geschützt. Damit das Netzteil optimal transportiert werden kann, ist ein Kunststoffgriff in der Verpackung inbegriffen. Äußerlich gibt es an dem Netzteil nichts zu bemängeln. Es sieht halt aus, wie ein herkömmliches Standard-Netzteil von einem X-beliebigen Hehrsteller. In Sachen Design hat Hersteller Glacial Power wohl den Anschluss ein wenig verschlafen. Außerdem fehlten uns irgendwie beim näheren Hinsehen ein paar Kabel, hierzu aber später mehr.
Montage:
Die Montage ist denkbar einfach. Vorsichtig alle Kabel so hinlegen, dass kein Kabel im Weg ist. Nun das Netzteil an der richtigen Stelle positionieren und mit den 4 mitgelieferten Schrauben das Netzteil am Gehäuse montieren. Die Kabel auf ihre vorgeschriebenen Steckplätze stecken. Und nun entdeckten wir das Desaster: Das Netzteil ist nur mit wenigen Steckern ausgerüstet. Der Hauptstromstecker (20+4 Pin) ist zwar vorhanden, aber viel Spielraum zum fachgerechten Verlegen im Tower bleibt leider nicht. In einem Bigtower könnte es arge Probleme mit den Kabellängen geben. Mit gerade einmal 50 cm Kabellänge ist das Kabel leider sehr kurz bemessen. Die Anzahl der 5.25" HDD Anschlüsse sieht schon etwas besser aus. Da das Netzteil eher für neuere Mainboards ausgelegt ist, wurden hier nur noch weniger Stromanschlüsse für IDE-Geräte verbaut. Die fünf vorhandenen Anschlüsse sollten im Normalfall eigentlich ausreichen. Wir wissen nicht, was sich Hersteller Glacial Power bei den Anschlüssen gedacht hat, aber auch bei den Serial ATA Stromanschlüssen wurde extrem gespart. Maximal 2 Festplatten kann man anschließen. Das ist nicht gerade berauschend. Es befindet sich jeweils ein Anschluss für das 3.5" FDD (Diskettenlaufwerk) und ein CPU Connector (4 Pin) an dem Netzteil. Die beiden PCI-Express (6 Pin) Anschlüsse sind zwar vorhanden, aber mit nur lächerlichen 41 cm Länge eine echte Enttäuschung.
      
Technische Daten:



Test:
Hersteller "Glacial Power" gibt an, dass im Idle Betrieb der Lüfter des Netzteils nicht einmal im Betrieb ist. Ab einer Last von ca. 20% dreht der Lüfter mit ca. 1500 Umdrehungen pro Minute. Bei Full Last dreht er mit 3000 Umdrehungen pro Minute. Zum Test nahmen wir zwei Gehäuse. Einen kleinen Office-PC (Desktop) und einen Gamer-PC (MidiTower) für höhere Ansprüche. Im kleinen Office-PC fing der Lüfter sich tatsächlich nicht einmal an zu drehen, was uns wirklich erstaunte. Bei stärkerer (Office-)Belastung, sprang der Lüfter dann aber doch noch an. Der Lüfter war im "Office-Betrieb" dennoch sehr leise und kaum wahrnehmbar. In unserem Gamer-PC fing der Lüfter allerdings schon im IDLE-Mode an zu surren. Der Geräuschpegel war jedoch noch ok, man hörte den Lüfter zwar, aber wir empfanden es nicht als störend. Unter Full Last wurde das Netzteil jedoch ziemlich laut.
Ein weiteres Kriterium, neben der Lautstärke, ist selbstverständlich die Stabilität des Netzteils. Was nützt ein starkes Netzteil, welches bei erhöhtem Leistungsabruf einknickt. Bei diesem Test hat das Netzteil jedoch recht gut abgeschnitten. Die Werte im 12V Bereich hätten zwar ein wenig höher sein können, aber es ist allemal ausreichend. Allerdings stimmten die Werte nicht mit den Hehrstellerangaben überein.

Fazit
Für einfache office PCs, die keinerlei Ansprüche haben und eh nur minimal ausgestattet sind ist das Netzteil vollkommend ausreichend. Für Gamer und User, die einfach höhere Ansprüche an ein Netzteil legen, müssen wir von einem Kauf abraten. Die zu kurz geraten Kabel, und die minimale Anzahl der Stecker dürften vielen Usern schnell die Lust am Glacial Power Netzteil nehmen. Da die Geräuschentwicklung unter "Full Last" einfach zu hoch war, geht dieses Netzteil auch keinesfalls als "Silent" durch. Lediglich die Stabilität der Messwerte konnte überzeugen. Auch preislich kann das Netzteil keine Akzente setzen. Mit knapp 80 Euro ist das Netzteil im "Old School" Design einfach viel zu teuer. Wir können dem Glacial Power GP-PS550BP leider keinen Award verleihen.

Wir bedanken uns bei der Firma Glacialtech für die Bereitstellung des Testsamples.

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