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Von der PC-Games wurde Enermax gerade zum Hersteller des Jahres 2005 im Bereich Netzteile gekürt. Doch steht der Name Enermax schon seit längerem nicht nur für starke und stabile Netzteile, sondern angagiert sich seit einiger Zeit mehr und mehr auch im stark umkämpften Markt der PC-Gehäusehersteller.
Mit dem neuen Midi Server Gehäuse "Blue Viper", dem neuesten Produkt aus der Entry Level Server Serie, will Enermax jedoch in Sachen Qualität und Design neue Punkte setzen. Enermax verspricht ein absolutes High-End-Produkt im eleganten Design und einem einzigartigen Kühlkonzept. Ob das "Blue-Viper" Gehäuse sich gegen andere Gehäusehersteller klar abgrenzen kann, erfahrt Ihr in unserem aktuellen Testbericht.
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Der MidiServer erreichte uns in einer ungewöhnlich schicken, farbigen Kartonverpackung. Eine schöne Sache, da man so noch vor dem Öffnen der Verpackung alle Funktionen im Überblick betrachten kann. Das Blue-Viper Gehäuse ist sicher verpackt. Neben dem von uns getesteten Modell "CS-718-S" in der Farbe silber, bietet Enermax das Gehäuse auch noch in den Farben schwarz "CS-718-B" oder schwarz-silber "CS-718-BS" an.
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Nach dem Auspacken steht das schicke Gehäuse nun vor uns. Die edlen Aluminium-Applikationen an der Front, sowie das rundum gelungene Design des "Blue-Viper" machen einen sehr guten ersten Eindruck. Die Seitenteile und das Gehäuse selbst sind jedoch aus Stahlblech gearbeitet. Das Gehäuse bringt immerhin stolze 15 kg auf die Waage. Auf der Rückseite fällt uns sofort die spiegelverkehrte Anordnung der Mainboard-Ausgänge auf. Nein, es handelt sich hierbei nicht um ein BTX-Gehäuse. Das "BlueViper CS-718" ist ein reines ATX-Gehäuse.
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Das mitgelieferte Zubehörpaket besteht aus einer kleinen Anleitung, ausreichend Schienen für die Montage der Festplatten und Laufwerke, einem kleinen Paket Schrauben und einer optionalen "kleineren" Abdeckung für den Lüftungsschacht. Auf der Rückseite sticht uns sofort der bereits montierte 120 mm Lüfter ins Auge. Hierbei handelt es sich um einen blau beleuchteten Silentlüfter der Marke "Power Cooler". Ferner sehen wir auf der Rückseite insgesamt 7 Slotblenden im Edelstahl-Design. Hierzu später mehr.
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Ein weiteres Highlight, welches wir ebenfalls auf der Rückseite entdecken, ist die Verriegelung der Seitenteile. Anders als bei anderen Gehäusen findet man hier keine Rändelschrauben, sondern Kunststoff-Clips. Durch verschieben der jeweilgen Clips können mit nur wenigen Handgriffen die entsprechenden Seitenteile schnell entfernt werden. Das Prinzip macht ein guten und sehr stabilen Eindruck. Auf einen Hebelgriff wie beim Chieftec wurde hier verzichtet.
Im Inneren fällt einem sofort der transparent blaue Kunststoffschacht auf. Dieser patentierte Lüftungskanal soll die heiße Abluft des Prozessors sofort aus dem Gehäuse befördern. Eine unnötige Erwärmung anderer Peripherie soll so verhindert werden. Der Hersteller verspricht auch dabei, dass der CPU-Kühler somit deutlich langsamer und leiser arbeiten kann. Auch wird die Lebensdauer des Mainboards verlängert, da fast alle Bauteile im oberen Bereich mitgekühlt werden.
Auch auf der Vorderseite wurde ein blau beleuchteter 120 mm Lüfter der Marke "Power Cooler" verbaut. Dieser "schaufelt" frische Luft in den Lüftungskanal. Der bereits erwähnte rückseitige Lüfter befördert diese Luft auf der Rückseite des Gehäuses wieder ins Freie. Durch die großzügigen Abmessungen des Lufttunnels sollte auch die Verwendung von größeren CPU-Kühlern keine Probleme darstellen. Mit Hilfe eines großen Drehreglers an der Front des Gehäuses, der uns eher an einen Drehegler einer luxeriösen Stereoanlage erinnert, läßt sich die Lüftergeschwindigkeit stufenlose regeln. Je nach Drehzahl erstrahlen die verbauten Lüfter in einem hellen blau.
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Das Innenleben selbst ist sehr sauber garbeitet. Alle Kanten sind schön gerundet und sehr gut verarbeitet worden. Etwas ungewöhnlich, den Festplattenkäfig findet man nicht im vorderen Bereich des Gehäuses, sondern auf der Rückseite, direkt unter dem Netzteilkäfig. Der Käfig zur Aufnahme des Netzteils verfügt über zwei Schwingungsdämpfer. Diese sollen evtl. auftretende Schwingungen des Netzteils auf ein Minimum reduzieren. Der Einbau des Netzteils erfolgt durch die Entfernung der Rückblende. Da diese je nach Wunsch gedreht werden kann, ist hier auch ein Einbau des Netzteils "über Kopf" möglich. Bei Bedarf kann ein Kontaktschalter zur Not-Abschaltung des Computers angeschlossen werden. Dieser Kontakt schaltet den PC automatisch aus, sobald das rechte Seitenteil geöffnet wird. Im Inneren wurden alle Kabelverbindungen vom und zum Frontpanel sauber gebündelt und stören nur wenig. Zusätzliche Lüfter können ohne Probleme an einem am Boden befindlichen Steckverteiler angeschlossen werden. So können nun alle angeschlossenen Lüfter über das serienmäßige Frontpanel zentral gesteuert werden. Die Ansteuerung einzelner Lüfter ist leider nicht möglich.
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Nun wollen wir Euch kurz die bereits angesprochenen Slotblenden vorstellen. Das mühsame Rausbrechen und Verschrauben der hinteren Slotblenden, bzw. Steckkarten hat nun ein Ende. Auch Enermax setzt wie viele Hersteller auf eine Klemmvorrichtung zur Arrettierung der eingebauten Steckkarten. Die unteren Standfüsse lassen sich je nach Wunsch und Platz in die gewünschte Position drehen.
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Ein weiteres Highlight ist das in die Vorderseite eingelassene Frontpanel. Hier findet man insgesamt vier USB-Anschlüsse, einen Fire-Wire Anschluss, einen Audioausgang, einen Mikrofoneingang, den Reset- und Powerknopf, sowie ein blaues LCD-Display. Über die bereits montierte Lüftersteuerung (mit LCD-Display) läßt sich nicht nur die Drehzahl der angeschlossen Lüfter ablesen und steuern, sondern auch die Temperaturinformation des mitgelieferten Sensors abrufen. Das Frontpanel, sowie das LCD-Display sind hervorragend in die Frontpartie integriert und machen einen qualitativ sehr hochwertigen Eindruck. Die komplette Frontpartie läßt sich mit einem Klick öffnen. Hier kommen nun die entsprechenden Laufwerkseinschübe zum Vorschein. Zum Einbau eines Laufwerks müssen hier die gewünschten Bleche rausgebrochen werden. Dieses sollte mit Hilfe eines Schraubenziehers geschehen, da hierbei leider doch scharfe Kanten entstehen können und man sich ansonsten leicht verletzen könnte. Ein bereits montiertes Schloss soll Unbefugten den Zugang zum Gehäuse versperren. Es liegen dem Gehäuse hierfür zwei Schlüssel bei. Die Lochblenden der Fronttür sind mit Hilfe von kleinen Schrauben befestigt, so kann je nach Bedarf auch mal wieder eine Lochblende eingesetzt werden, falls ein Laufwerksschacht mal nicht mehr genutzt werden sollte. Alle Blenden sind sehr passgenau gearbeitet und vermitteln einen exklusiven Eindruck.
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Der Einbau der Festplatten und Laufwerke funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Mitgelieferte Montageschienen lassen sich schnell an Festplatte oder Laufwerk "anklicken" und dann mit etwas Mühe in die entsprechenden Käfige einschieben. Leider ist im Bereich des Festplattenkäfigs kein Platz für einen seperaten Lüfer zur Kühlung der Festplatten vorgesehen. Leider verdeckt die Fronttür nicht die eingeschobenen Laufwerke, so dass die sehr elegante Frontoptik hierdurch ein wenig gerstört wird.
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Fazit
Das Enermax "Blue Viper" Gehäuse ist ein sehr hochwertiges Gehäuse. Die gelungene Kombination zwischen Aluminium und herkömmlichen Metall macht einen sehr guten Eindruck. Gerade die schicke Lochfront und das geschickt integrierte Frontpanel mit LCD-Display geben dem "Blue-Viper" einen exlusiven Touch. Das durchdachte Schienensystem läßt eine schnelle Montage verschiedener Komponenten zu. Die bereits verbauten 120 mm Lüfter sehen nicht nur schick aus, sondern erfüllen Ihre Kühlleistung, gerade in der Kombination mit dem durchdachten Lufttunnel, mit Bravour. Nur unter Volllast sind beide 120 mm Lüfter klar hörbar. Einziges Manko am "Blue Viper" Gehäuse: Die nicht vorhandenen Laufwerksblenden. Hier ist evtl. eine Lackierung der Laufwerke, bzw. zusätzliche Zubehör nötig um das stimmige Design der Front zu bewahren. Bei einen Preis von unter 130 Euro ist das Gehäuse jedoch trotz fehlender Laufwerksblenden eine absolute Kaufempfehlung! Wir verleihen dem Enermax "Blue Viper" unseren Gold-Award.
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Wir bedanken uns bei der Firma Enermax für die Bereitstellung des Testsamples.

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