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Ein komplett lautloser Server? Ist diese möglich? Ja, wir haben es geschafft. Nachdem wir bereits vor gut zwei Wochen über das Projekt "Wasserkühlung Extrem" berichtet haben, folgt nun ein Bericht über einen komplett lüfterlosen Server. Diesen etwas ungewöhnlichen "Serverschrank" wollen wir Euch in unserem aktuellen Tutorial vorstellen.
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Auch wenn dieser Rechner kein echter Hingucker ist, hören kann man Ihn jedenfalls nicht! Dies ist eine kleine Dokumentation über einen Schwingfreien, wassergekühlten privaten Server. Der Server ist in einen Holzschrank eingebaut. Auf unserern Abbildungen ist dieser Schrank geöffnet, ansonsten versperrt uns eine Holztür diesen interessanten Einblick. Normalerweise sieht und hört man diesen Rechner überhaupt nicht. Uns ist mit diesem "Servergehäuse" der Superlative etwas ganz besonderes gelungen! Die Luftzirkulation ist folgendermaßen aufgebaut. Der Schrank zieht von unten Luft, die sich erwärmt und dann nach oben steigt, wodurch wir einen natürlich Luftzug haben. Dieser Luftzug kühlt unseren Radiator so gut, dass wir nur an ganz heißen Sommertagen gezwungen sind einen Lüfter anschalten zu müssen. Im Vollastbetrieb können wir beim verwendeten Kühlmittel eine nur 10 Grad höhere Temperatur als die Aussentemperatur des Schrankes feststellen.
Beginnen wir mit dem Netzteil, wie man sieht fiel die Wahl zugunsten des "Antec Phantom 500". Dieses Netzteil leitet seine Wärme extrem gut ab und ist dafür geschaffen ohne Lüfter zu laufen. Wir haben einen Wasserkühlkörper auf diesem montiert, mit welcher Hilfe wir das Netzteil versorgen wollen.
Hersteller Angaben
ATX12V Version 2.01 konform- ein 24-und-20-poliger Adapterstecker mit abnehmbarem 4-poligem Aufsatz sorgt für Abwärtskompatibilität mit älteren Motherboards - Doppelte +12V Ausgänge, mit dedizierten Schaltkreisen zur Trennung des CPU-Stromzugangs von Peripheriegeräten - Außerordentliche Leistungseffizienz bis zu 82 % bei Maximallast - 4 SATA-Stromanschlüsse - PCI Express Grafikkartenanschluss - Lüfterloses Betrieb für absolute Laufruhe - Drei benutzerdefinierbare Lüfter-Einschaltpunkte für leisen Betrieb bei hoher Belastung: 40, 47.5, or 55 C - Speziell entworfene interne Kühlkörper und Gehäusekühlkörper für eine optimale Wärmeableitung - Durch die Konformität mit dem ATX12V v2.0 Formfaktor und das hocheffiziente Design (bis zu 82 %) generiert das Phantom bis zu 70º% weniger Wärme und verbraucht bis zu 25 % weniger Strom als herkömmliche Netzteile, was sich positiv auf der Stromrechnung bemerkbar macht - PF-Wert über 90 % (nur EU)) - Vergoldete Stecker für hervorragende Leitfähigkeit
Das Motherboard
Hierbei handelt es sich um ein "Tyan 2895" Mainboard, welches auch mit Wasserkühlern versehen wurde. Hier sollen später 2 AMD Opteron 250, mit stolzen 2GB Ram zum Einsatz kommen. Auf dem oberen Bild könnt Ihr gut die zwei AMD Opteron 250 erkennen, sowie den Chipsatz des Motherboards. Auf dem unteren Bild könnt Ihr nun die entsprechenden Kühlkörper erkennen.
So, wir haben nun alles schön miteinander verbunden... Auch die Grafikkarte wird auch mit Kühler versehen, da wir ja keinen Lüfter in unserem System haben wollen. So, das war die Hardware im Einzelnen, jetzt mal zum eigentlichen "Serverschrank"...
Der Serverschrank
Das Netzteil wird von beiden Seiten wassergekühlt, und ist somit Lautlos und kühl versorgt. Die "herumfliegenden" Kabel sollen uns nicht stören, da diese später ja hinter der Holztür verschwinden.
Auf dem unteren Bild seht Ihr die Idee, ein gewichtsoptimiertes Pumpensubchassis mit schwingungsentkoppelter Aufhängung. Nicht gerade Standard, aber es funktioniert 1A. Die Pumpe und die Festplatte liegen auf einer an Seilen aufgehängten Steinplatte über dem Netzteil. Bei der handelt es sich um eine "EHEIM 1046" (Keramikgelagert) und abgesehen von leichten Schwingungen im 100 Herz Bereich so gut wie Lautlos! (geschätzt, da wir hierfür leider kein teures Messgerät aufweisen können)
Im oberen linken Bereich des Bildes könnt Ihr einen besonderen Lüfter erkennen, ein ganz besonderen Propeller... einen 7V Papst mit nur 9 (!) db Lautstärke, ebenfalls hängend angebracht, um möglichst wenig Lagerklackern zu erzeugen... Wir könnten im Notfall sogar 3 von diesen Lüftern betreiben, welche im Endeffekt immer noch leiser als die Festplatte wären :D Der Lüfter macht einen Unterschied von ca. 3 Grad im Wasserkreislauf aus. Wie bereits oben erwähnt, wird dieser nur an ganz heißen Tagen zugeschaltet, ansonsten dreht sich hier nur die Festplatte :) Außerdem seht Ihr noch das Laufwerk, ebenfalls schwingend auf einer Korkplatte aufgehängt.
Dies ist der Ausgleichsbehälter, ebenfalls nicht Standard, aber eine Tupperbox hält jedoch wesentlich höhere Temperaturschwankungen aus, als ein schickes Acrylbehälter. Er erfüllt seinen Zweck mehr als großartig!
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Wir bedanken uns herzlichst bei der ATRSoft GmbH für die interessanten Einblicke in Ihr "Servergehäuse" :D
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Viele Materialien bekommt Ihr wie immer günstig bei Conrad.
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