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In den letzten Jahren sind Grafikkarten, CPUs und Mainboards immer leistungsfähiger geworden. Umso mehr rückt die Kühlung der Komponenten immer mehr in den Vordergrund. Was nützt ein System, was immer am Limit der maximalen Temperatur arbeitet und sämtliche Lüfter dauerhaft mit maximaler Umdrehung arbeiten müssen.
Deswegen sollte man sich auch über eine vernünftige Wärmeleitpaste Gedanken machen. Im heutigen Test stehen sich die beiden Wärmeleitpasten "NT-H1" der Firma Noctua und die "MX-2" aus dem Hause Arctic-Cooling gegenüber. Beide Firmen sind bekannt für gute Kühllösungen, so das dieser Veregleichstest sehr interessant werden dürfte. Ob beide Wärmeleitpasten höchsten Ansprüchen genügen, könnt Ihr im folgenden Testbericht lesen.
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Der erste Eindruck
Geliefert wurden beide Wärmeleitpasten in einer durchsichtigen, übersichtlichen Blisterverpackung. Auf den Vorderseiten beider Verpackungen stehen alle Einzelheiten zur Kühleigenschaft der jeweiligen Paste. Auf den Rückseiten finden sich weitere wichtige Informationen. Während die Verpackung der Noctua Paste sechs verschiedenen Sprachen aufweisen kann, ist die Sprache auf der Arctic-Cooling Verpackung nur in englischer Sprache verfasst. Beide Verpackungen sind sehr stabil. Ein weiteres Plus auf der Noctua Verpackung ist eine einfache und kurz gehaltene Gebrauchsanleitung zur Anwendung der Wärmeleitpaste bereits aufgedruckt. Vor einem Jahr wurde in Europa die RoHS Verordnung eingeführt. Leider sieht man nur auf der Verpackung der Noctua Paste, dass diese RoHS konform ist.
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Was ist eigendlich die RoHS Verordnung ?
Das Kürzel RoHS (engl. Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment: „Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten“) bezeichnet zusammenfassend die EG-Richtlinie 2002/95/EG zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen, sowie die jeweilige Umsetzung in nationales Recht. Das Ziel ist dabei, im Zuge der massiven Ausweitung von egwerfelektronik äußerst problematische Bestandteile aus den Produkten zu verbannen. Dazu gehört unter anderem, die bleifreie Verlötung elektronischer Bauteile durchzusetzen, giftige Flammhemmer bei der Herstellung von Kabeln zu verbieten sowie die Einführung entsprechender Ersatzprodukte zu verstärken. Des Weiteren müssen auch die verwendeten Bauteile und Komponenten selbst frei von entsprechenden Stoffen sein.
Dies hat direkte Auswirkung auf beteiligte Firmen wie Importeure, Einzelunternehmen (auch kleine Hardwarefirmen) oder Geschäfte und Handelsketten und demzufolge in letzter Konsequenz auch für den Verbraucher.
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Spezifikationen
Arctic Cooling MX-2
• Inhalt : 4 Gramm • Nicht elektrisch leitend • Nicht kapazitiv • Viskosität : 2850 poise • Dichte: 3,69g/cm³ • kein Ausdunsten
Noctua NT-H1
• Inhalt : 1,4 ml • Nicht elektrisch leitend • Empfohlene Lagerzeit : bis zu 2 Jahre • Empfohlene Nutzungsdauer : bis zu 3 Jahre • Dichte : 2,49g/cm³
Dadurch, dass beide Pasten nicht elektrisch leitend sind, kann es auch in der späteren Benutzung des PCs nicht zu Kurzschlüssen kommen. Manche Wärmeleitpasten besitzen einen Eisenanteil, der die Wärmeleitfähigkeit erhöht, aber auch das Risiko besteht, wenn etwas dieser Paste aufs Mainboard kommt, das eventuell ein Kurzschluss entsteht und somit diverse Komonenten beschädigt werden können. Hier haben beide Wärmeleitpasten schonmal einen ersten gemeinsamen Vorteil gegenüber No-Name "Billig-Pasten".
Testlauf
Für diesen Testaufbau haben wir in unserem Testlabor unseren bewährten Test-PC genommen. Auf unserem Athlon XP 4600+ X2 wurden schon einige Tests dieser Art durch geführt. Als Mainboard haben wir unser bewährtes M2N SLI aus dem Hause ASUS genommen. Als CPU-Lüfter fungiert der LPT-709 von Auras. Beide Wärmeleitpasten wurden dünn aufgetragen. Beide Pasten sind ziemlich zäh, aber dennoch einigermaßen gut aufzutragen. Als letztes wurde jeweils der CPU Lüfter wieder (mittels Clip) montiert. Wir haben jeweils den Test im Idle Modus, sowie im Voll-Last Mode durchgeführt. Beim zweiten Versuch haben wir den Testrechner ca. eine Stunde spezielle Rechenoperationen (Benchmarktests) ausführen lassen. Die Testergebnisse haben wir, der besseren Übersicht, in ein Tabelle eingetragen.
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Fazit
Beide Wärmeleitpasten konnten im Test überzeugen. Mit gerade einmal gute 1 °C im Voll-Last Modus tun sich beide nicht wirklich etwas. Preislich hat allerdings die Paste von Arctic Cooling die Nase vorn. Mit gerade einmal 5,95 Euro (laut Hersteller) ist die Wärmeleitpaste recht günstig zu haben. Die Paste von Noctua ist aber nicht weit entfernt davon. Diese ist schon ab 6,88 Euro zu haben. Nicht nur Experten, sondern auch User mit kleinem Geldbeutel können bedenkenlos zu unserem Testkandidaten greifen. Wir verleihen beiden Pasten unseren Silver-Award.

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Wir möchten uns noch einmal recht herzlich bei den Herstellern Arctic Cooling und Noctua für die Bereitstellung der Testmuster danken.
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