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Für viele Fans ist die "Call of Duty" Serie eine der besten 2. Weltkrieg Umsetzungen, die es je gab. Nachdem der letzte Teil der Serie (Call of Duty 3) leider nur für die Konsolenwelt bestimmt war, meldet sich das Entwicklerteam von Infinity Ward nun mit dem neuen "Call of Duty 4 - Modern Warfare" auch auf dem PC gewaltig zurück. Das neue Game spielt diesmal jedoch nicht mehr im 2. Weltkrieg Szenario, sondern in der Neuzeit.
Wie sich das neue Single- und Multiplayergame in unserem Praxistest geschlagen hat, erfahrt Ihr in unserem aktuellen Spielebericht.
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Musste man sich jahrelang in der Call of Duty Serie für die Seiten Achsenmächte oder Alliierte entscheiden, so geht Entwickler Infinity Ward diesmal einen ganz anderen Weg. In Call of Duty 4 Modern Warfare tauscht der Rekrut seine M1 Garand gegen ein M21. Richtig verstanden! Call of Duty 4 spielt in der Neuzeit. Viele treue Fans wird dieses wohl nicht gerade zu Freudensprüngen bewegen, da doch auch Konkurrenzprodukte wie die Battlefield-Serie sich in Richtung Neuzeit bewegt haben. Ob sich das Spiel in trotzdem in Sachen Gameplay und Grafik gegen Spiele wie Battlefield 2 durchsetzen kann, erfahrt Ihr folgenden Bericht.
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Tschüss, Zweiter Weltkrieg!
Wie bereits erwähnt übernimmt der Spieler nicht mehr die Rolle eines Soldaten im 2. Weltkriegs, sondern schlüpft in die Rolle des US Marines Paul Jackson, bzw. in die Rolle des SAS Kämpfers Mac Tavish alias "Soap".
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Allein ist der Mann...
Im Singleplayer-Modus erwarten Euch rund 20 aufregende Missionen. Das Spiel startet in einem Ausbildungscamp, dort wird man mit den verschiedenen Waffen und der Steuerung vertraut gemacht. Anschliessend wird man in einem Testlauf auf seine "Bestzeit" geprüft. Ego-Shooter-Profis spielen diese "Tutorialmissionen" erfahrungsgemäß zwar nicht besonders gerne, dürften aber aufgrund der wirklich kurzen Einführungphase ohne große Langeweile in die erste Mission starten. Die erste, richtige Mission führt den SAS-Soldaten "Soap" mit seiner Einsatztruppe an Board eines russischen Frachters. Dort soll eine nukleare Bombe gesichert werden. Ein furioser Start in eine Reihe von wirklich nervenaufreibenden Missionen.
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Falls Ihr die oberen Screenshots seht und spontan sagt "Nett, aber zeigt uns doch nicht nur Screenshots des Trailers, sondern auch mal die In-Game Grafik!" So muss ich Euch leider enttäuschen, denn die Bilder, die Ihr oben seht, sind In-Game Screenshots direkt aus der ersten Mission heraus! Ja, so sieht wirklich die Spielegrafik aus!
Wir könnten Euch an dieser Stelle nun alle Missionen näher beschreiben, die Euch später im Spiel erwarten, aber ich denke dieses solltet Ihr selbst erleben. Was Ihr in den Einzelspieler-Missionen erlebt, wird Euch packen und bis zum Ende an den Bildschirm fesseln. Dabei werden dem Spieler Szenen geboten, die man in dieser Form und Umsetzung noch nicht gesehen hat. Versprochen!
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Vorsicht Suchtgefahr!
Das Spiel ist besser umgesetzt, als alles bisher gesehene. Call of Duty 4 schafft es, sich als Teil des Krieges zu sehen. Effekte, Grafik und Animationen vermitteln eine unglaubliche Realitätsnähe. Auch die enge Teamarbeit mit Euren kämpfenden Kameraden, die Euch jederzeit zur Seite stehen, lassen Euch spüren, dass Ihr eine Einheit bildet. Blinder Alleingang wäre wie im echten Krieg alles andere als angebracht. Die Gegener stellen, gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden, alles andere als Kanonenfutter dar, sondern sind eine wirkliche Bedrohung für Dich und Deine Truppe. Die Gegner verstehen es nicht nur gezielt zu schießen, sondern greifen Euch zum Beispiel auch mal geschickt von der Flanke an. Taktik und Teamwork sind absolute Pflicht! Umso schlimmer wird es, wenn Eure Gegner dann noch Ihre Kampfhunde (nun haben wir doch schon wieder etwas verraten) auf Euch loslassen. Die Einsätze finden nicht nur ausschliesslich als Fußsoldat an Land statt, sondern läßt Euch in mancher Mission auch mal hinter das Visier einer Bordkanone rutschen. Und auch hier kommt zu keiner Zeit ein Gefühl von Langeweile auf. Im Gegenteil! In manchen Missionen müsst Ihr beispielsweise die Kontrolle des Boardschützen eines Helikopters übernehmen. Nachdem Ihr gelandet seid, geht die Action als Bodensoldat nahtlos weiter. Einfach genial!
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Schrotflinte oder doch das MG?
Während einer Mission könnt Ihr grundsätzlich leider nur zwei Waffen mit Euch herumschleppen. Zwar werden Euch diese zu Beginn vorgegeben, könnt diese aber während der Mission fallenlassen und die Büchsen der Gegner aufheben. Hier sind natürlich wieder "alte Bekannte" mit dabei. Die P90, die AK47 und die G3 freuen sich auf ein Wiedersehen mit Euch. Zusätzlich könnt Ihr jedoch noch Granaten tragen. Hier habt Ihr die Auswahl zwischen Blend-, Rauch- oder Handgranaten. Leider sind die Granaten auch hier wieder auf bestimmte Tasten gelegt, und können nicht wie beispielsweise bei Counter-Strike mit dem Mausrad als Waffe gewählt werden. Wo früher noch mit einem langweiligen Fadenkreuz anvisiert wurde, so geht auch Call of Duty 4 mit der Zeit und läßt seine Soldaten brav über Kimme und Korn zielen. Alternativ kann der Spieler natürlich auch aus der Hüfte heraus zielen, dieses ist aber (trotz kleinem Fadenkreuz) wirklich nur auf kürzester Entfernung präzise und effektiv.
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Immer in Bewegung bleiben...
Im Grund hat sich am eigentlichen Handling im Vergleich zu den Vorgängern nichts gravierendes verändert. Ihr seid weiterhin in der Lage, Euch zu ducken oder bei Bedarf auf dem Boden zu gleiten (militärische Fachausdruck für robben). Um schnell von einer Häuserecke zur nächsten zu gelangen, kann man wie gewohnt auf die Sprintfunktion zurückgreifen. Machten Eure Gegner in den alten Call of Duty Spielen noch Bekanntschaft mit Eurem Gewehrkolben, so bekommen sie es nun mit Euer Kampfmesser zu spüren.
Höhere Mauern oder Hindernisse erklimmt man bequem auf Knopfdruck. Bei der Steuerung gibt es wiklich kein Grund zur Beandstandung. Die Maus-Empfindlichkeit lässt sich je nach Vorliebe im Menü individuell einstellen. Die Eingewöhungsphase sollte gerade für CoD-Fans relativ kurz ausfallen.
Spielt sich nicht nur gut, sondern sieht auch gut aus!
Neben der sehr guten Steuerung bietet Call of Duty 4 jedoch noch einen entscheidenen Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukte wie Battlefield 2 und Co. Die audiovisuelle Präsentation ist einfach unglaublich. Die Grafik sucht ganz einfach ihresgleichen! Selbst die hochgepriesene Grafik eines Crysis dürfte hier schnell ins Seitenaus geraten. Neben den unheimlich detailliert gestalteten Arealen und unfassbar scharfen Texturen, sind es vor allem die unglaublich weichen Animationen der künstlichen Mitspieler, die Euch wirklich begeistern werden. Es ist kaum zu glauben, dass die Entwickler aus dem Hause von Infinity Wards immer noch die gute alte Call of Duty 2 Grafik-Engine nutzen. Unfassbar, was damit noch möglich ist.
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Was bringt einem aber die beste Grafik, wenn der neu gekaufte Rechner schon wieder überfordert ist?! Falsch gedacht, denn das Game läuft konstant mit 60 Bildern pro Sekunde. Nur in Sachen Explosionen hätten Infinity Wards noch einen kleinen Programmierabend zulegen können. Aber diese kommen dann evtl. erst in Call of Duty 5 heraus, denn ansonsten ist am Game ja kaum noch etwas zu verbessern!
Jetzt gibts was auf die Ohren!
Wie viele andere Hersteller hat auch das Entwicklerteam von Infinity Wards auch auf die akustische Untermalung geachtet. Stimmungsvolle Musik und geniale Soundeffekte lassen die Wände wackeln. Bester 5.1 Sound sollte das Herz eines jeden Gamers höher schlagen lassen. Selbst die deutsche Sprachausgabe ist sehr gelungen und wirkt alles andere als künstlich. Ein klarer Fortschritt gegenüber den Vörgängerversionen.
Einer für alle, alle für einen...
Auch in Sachen Multiplayer kann Call of Duty 4 Modern Warfare neue Akzente setzen. Ähnlich wie beim direkten Konkurrenten Battlefield 2 kommt ein ausgeklügeltes Rangsystem zum Einsatz. Jeder der Battlefield 2 länger gespielt hat, weiß welchen Suchtfaktor so eine Rangsystem bietet. Je nach Erfahrung könnt Ihr binnen kürzester Zeit neue Modi, neue Waffen und spezielle Perks bzw. Extras freischalten. Diese speziellen Perks können sich als Spezialfähigkeiten bezeichnen, die jeder Spieler individuell wählen kann. So jeder Spieler seinen eigenen Charakter mit einer individuellen Waffe und dem gewünschten "Perk" die eigene Note verleihen. Spezielle Perks lassen Euch zum Beispiel schneller die Waffe nachladen, unsichtbar für das feindliche Radar machen, über längere Entfernungen laufen lassen, mehr Gesundheit beisteuern uvm. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Herausforderungen, die Ihr meistern könnt. Hierduch ist eine Beförderung noch schneller zu erreichen, was wiederum neue Extras für Euch bedeutet. Das System ist wirklich gut durchdacht und sollte jeden Spieler eine lange Zeit an den Bildschirm fesseln.
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Auch in Sachen Spielmodi läßt Call of Duty 4 keine Wünsche offen. Neben den obligatorischen Modi wie Free for All oder Team Deathmatch, wurden coole Varianten wie etwa "Sabotage", in dem die Teams versuchen müssen (ähnlich wie bei Counter-Strike), eine Bombe zu legen. Ein weiterer Modi ist "Herrschaft". Hier muss wie bei im Battlefield 2 bestimmte Points einnehmen und diese auch halten. Jeder Shootern-Fan wird hier schon einen oder mehrere passenden Spielmodi finden. Da sind wir uns sicher! Zuletzt wollen wir Euch noch ein paar Screenshots zeigen.
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Fazit
Tja, wie soll man es ausdrücken? Call of Duty 4 ist einfach bombastisch! Spielgrafik, Sound und Gameplay suchen einen würdigen Gegner. Das einzige Game was mit momentan da noch einfallen würde, wäre Crysis. Ansonsten können Vertreter wie Battlefield 2 und Counterstrike Source in vielen Punkten einfach nicht das Wasser reichen. Auch die wirklich humanen Anforderungen heben Call of Duty 4 Modern Warfare klar auf den Ego-Shooter Thron 2007! Der Preis von gut 55 Euro für die PC-Version ist allerdings kein wirkliches Schnäppchen, dürfte aber aufgrund des langen Unterhaltungswertes wirklich gerechtfertigt sein. Wir verleihen dem neuen Shooter-König Call of Duty 4 - Modern Warfare unseren Gold-Award.
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